Freunde des Mosel Musikfestivals


Der Verein

Als Freund des Mosel Musikfestivals unterstützen Sie das Festival ideell und materiell. Ihr Vorteil: Sie erhalten 20% Ermäßigung auf Ihre Eintrittskarten und das Jahresprogramm 14 Tage vor dem offiziellen erscheinen! 
Außerdem erhalten Sie Einladungen zu Mitgliederkonzerten und organisierten Konzertfahrten.
Selbstverständlich ist Ihr Beitrag steuerlich absetzbar und Sie können als Einzelperson, Firma oder Verein ein Freund des Mosel Musikfestivals werden. Natürlich sind Spenden möglich und jederzeit willkommen. Für alle Spenden erteilen wir Ihnen selbstverständlich eine Spenden-Quittung.

Der Vorstand

Der Vorstand wird alle 3 Jahre gewählt und setzt sich z.Zt. wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender Herr Dirk Eis

2. Vorsitzender Herr Gerhard Müller

Kassenwart Herr Adolf Monshausen

Schriftführer Frau Eugenie Klein

Beisitzerinnen Frau Roelina Kramer und

Frau Claudia Müller.

Ehrenvorsitzender Wolfgang Lichter

Der jeweilige Intendant des Mosel Musikfestivals gehört dem Vorstand automatisch an. Zur Zeit ist dies Herr  Tobias Scharfenberger. 

Der Vorstand trifft sich in der Regel viermal jährlich und berät gemeinsam mit dem Intendanten des Festivals über die Verwendung der Mitgliedsbeiträge.

Information

Bei der Mitgliederversammlung vom 01. September 2017 wurde von verschiedenen Anwesenden der Wunsch geäußert, der Verein möge doch bitte die Niederschrift dieser Versammlung an alle Mitglieder des Vereins versenden. Der Vorstand hat bei seiner Sitzung am 19. Oktober 2017 den Beschluss gefasst, dass eine Kopie  des Protokolls nur auf ausdrücklichen Wunsch einem Mitglied per Mail oder per Post zugestellt wird.

Beantragen können Sie diese Zusendung beim Kassenwart: Adolf Monshausen, Im Fuchsbau 9, 54550 Daun, Tel. 06592-3598 oder

E-Mail: camonshausen@t-online.de




Fakten

  • Der Verein hat z.Z. 538 Mitglieder und bis dato 32 Neuzugänge in 2018. Diese Zahlen werden sich zum Jahresende evtl. noch etwas verändern.
  • Kündigungen aus verschiedenen Gründen, wie Alter, Umzug, verstorben, 19 Personen.
  • In 2018 feierten 16 Mitglieder ihre 20-jährige Mitgliedschaft. Herzlichen Glückwunsch und Dank für Ihre Treue! 

Kontaktdaten

Noch eine Bitte an unsere Mitglieder: Wenn Sie über eine Mail-Adresse verfügen, so teilen Sie uns diese bitte mit. Nachrichten an Sie können wir dann einfacher und billiger übermitteln. Nachricht senden


Konzert zum Totensonntag

Sonntag, 25. November 2018, 15 Uhr

Pfarrkirche St. Michael Bernkastel-Kues

 

CAMERATA CUSANA UND TOBIAS SCHARFENBERGER

 

Eintritt: 14 € f. Mitglieder - freie Platzwahl

Eine Veranstaltung der „Freunde des Mosel Musikfestivals e.V.“ in Zusammenarbeit mit der „Michaels-Gesellschaft Bernkastel-Kues e.V.“ 

 

Programm: 

Johann Sebastian Bach: Ouvertüre Nr. 2 h-moll BWV 1067

Christoph Graupner: Kantate „Ein Gnadenglanz strahlt“

Carl Philipp Emanuel Bach: Sinfonie Nr. 5 h-moll WQ182/5

Johannes Brahms: Vier ernste Gesänge Op. 121

 

Tobias Scharfenberger, Bariton - Gerda Koppelkamm-Martini, Flöte

Camerata Cusana - Wolfgang Lichter, Leitung

 

Karten gibt es hier!



Aktuelle meldungen


Generationen-Wechsel an der Spitze des Vereins „Freunde des Mosel Musikfestivals e.V.“

Foto: Mosel Musikfestival/Artur Feller
Foto: Mosel Musikfestival/Artur Feller

Beim Mosel Musikfestival ist eine Ära zu Ende gegangen: Wolfgang Lichter (85 Jahre) hat nach 21 Jahren den Vorsitz des Vereins Freunde des Mosel Musikfestivals an einen Jüngeren abgegeben. In der Jahreshauptversammlung wurde Dirk Eis (40 Jahre) aus Trier zum neuen Vorsitzenden gewählt. Mit großem persönlichem Engagement unterstützte Wolfgang Lichter zahllose Projekte mit Schulen und verfasste Hunderte von Texten für die Abendprogramme. Er organisierte gemeinsam mit den anderen Vorstandsmitgliedern Vereinsfahrten, Konzerte und Sitzungen und stand sowohl Festivalgründer Hermann Lewen als auch dem jetzigen Intendanten Tobias Scharfenberger stets mit Rat und Tat zur Seite. Unter seiner Ägide wuchsen die Mitgliederzahlen von anfangs 50 auf weit über 500 an. Für sein unermüdliches Wirken wurde Wolfgang Lichter zum ersten Ehrenvorsitzenden ernannt.

Auch im Vorstand gab es einen Generationenwechsel. Roelien Kramer und Claudia Müller heißen die beiden neuen Beisitzerinnen. In ihren Ämtern bestätigt wurden Gerhard Müller (Zweiter Vorsitzender), Kassenwart Adolph Monshausen, und Schriftführerin Eugenie Klein. Auf eigenen Wunsch ausgeschieden sind Brigitte Leyendecker und Professor Jürgen Franz.

Der Vorstand wird alle drei Jahre gewählt. Der jeweilige Intendant des Mosel Musikfestivals gehört dem Vorstand automatisch an. Der Vorstand trifft sich in der Regel viermal jährlich und berät gemeinsam mit dem Intendanten des Festivals über die Verwendung der Mitgliedsbeiträge.

 

Foto: Strahlend präsentiert sich der neue Vorstand der Freunde des Mosel Musikfestivals, von links: Kassenwart Adi Monshausen, der neue 1. Vorsitzende Dirk Eis, die neuen Beisitzerinnen Claudia Müller und Roelina Kramer, Intendant Tobias Scharfenberger, Ehrenvorsitzender Wolfgang Lichter, Schriftführerin Eugenie Klein und der 2. Vorsitzende Gerhard Müller. 

 

Mosel Musikfestival gem. Veranstaltungsgesellschaft mbH, Im Kurpark, D 54470 Bernkastel-Kues

Pressestelle: Verona Kerl, v.kerl@moselmusikfestival.de

 


Einer, der die Musik im Herzen trägt

Kulturdezernent Thomas Schmitt (rechts) überreicht Hermann Lewen den Ehrenpreis der Stadt Trier in Form einer Baumscheibe.
Kulturdezernent Thomas Schmitt (rechts) überreicht Hermann Lewen den Ehrenpreis der Stadt Trier in Form einer Baumscheibe.

Trier. Große Ehre für Hermann Lewen, den Gründer und langjährigen Intendanten des Mosel Musikfestivals: Triers Kulturdezernent Thomas Schmitt überreichte ihm den Ehrenpreis der Stadt.

Von Eva-Maria Reuther - TV vom 21. Oktober 2018

 

Auch wenn er lebenslang in der Region verhaftet blieb, den elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb in Altrich (bei Wittlich)  wollte er auf keinen Fall übernehmen. „Die Musik hat mir ermöglicht, in eine andere bessere Welt auszuweichen“, hat Hermann Lewen  auf die Frage geantwortet, wie er eigentlich zur Musik gekommen sei. Eine unumgängliche Frage an einen Mann, der als Gründer und langjähriger Intendant des Mosel Musikfestivals die Musik über 30 Jahre zu seinem Lebensmittelpunkt machte. Am Freitag wurde dem Macher  des größten und ältesten Klassik-Musik-Festivals des Landes der Ehrenpreis der Stadt Trier für Kultur 2018 verliehen.

Mit der Öffnung des Festivals hin zur Stadt Trier sei es Lewen gelungen, „in einzigartiger und visionärer Weise die Idee umzusetzen, die kulturhistorischen Stätten einer breiten Öffentlichkeit als Konzertort zugänglich zu machen“, begründete die Jury ihren Preisentscheid.  Damit habe er „entscheidend das kulturelle Leben der Stadt Trier geprägt“. Einmal mehr würdigte Kulturdezernent Thomas Schmitt Lewens Beharrlichkeit und Verbundenheit mit der Stadt. Der Kulturdezernent brachte in der Promotionsaula des Priesterseminars auf den Punkt, woher Lewen seine unermüdliche Energie, seinen Kampfgeist und sein nie nachlassendes Engagement bezog, wenn es darum ging, Künstler zu motivieren, neue Spielstätten aufzutun, Sponsoren zu gewinnen  und die Formate zu aktualisieren. „Sie haben die Musik im Herzen getragen“, sagte Schmitt. Dort hatte sie schon der Junge verortet, wenn ihn in der heimischen dörflichen Kirche beim Gottesdienst die Musik ergriff und später, wenn er  selbst Orgel spielte. Bis heute ist der inzwischen in den Ruhestand getretene Festivalmacher ein erklärter Orgel-Fan geblieben. Orgelwanderungen und Orgelmusik-Zyklen gehörten unter seiner Intendanz zum Standardprogramm des Festivals. Nicht zuletzt von der Orgel rührt seine Liebe zu Johann Sebastian Bach.

In einer persönlichen Rede blickte Laudator Martin Möller auf Lewens für die Region und Trier bedeutsames Lebenswerk zurück. Beharrlichkeit, die rechte Balance zwischen Entschiedenheit und Kompromissfähigkeit hätten den Netzwerker Lewen bei seiner Arbeit ausgezeichnet, sagte Möller. Vor allem aber habe er besessen, was jeder Kulturpolitiker benötige: „Lewen hatte Visionen und schaffte es, die Menschen zu begeistern.“

Das war im Übrigen schon damals so, als der Verwaltungsbeamte aus Wittlich es schaffte, ins eher zurückhaltende Bernkastel-Kues zu wechseln, um seine Vision vom  Festival zu verwirklichen, das sich damals noch bescheiden „Festwochen“ nannte. Bernkastel-Kues behielt auch erst mal  als Gesellschafter gegenüber dem Oberzentrum Trier die Nase um ein Prozent voraus, als die Stadt mit ins Boot gestiegen war. Heute ist der Trierer Kulturdezernent Thomas Schmitt Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, der Bernkastel-Kueser Stadtbürgermeister Wolfgang Port Aufsichtsratsvorsitzender des Festivals. Stark hatte sich Lewen von Anfang an dafür gemacht, über die geistliche Musik hinaus Konzerte in Kirchen zu ermöglichen.

Und nicht nur das: Mit ungewohnten Formaten öffnete er bis dahin abgeschlossene Räume nach außen. Das spektakulärste Projekt: Als zum Jubiläumsjahr 2015 in der Trierer Basilika Beethovens „Missa Solemnis“ aufgeführt wurde. Lewen ließ via Leinwand die Messe als Public Viewing auf den Vorplatz der Kirche übertragen, wo eine überwältigende Zuhörerzahl ergriffen der Musik zuhörte. Hyperdidaktik war dem Kulturmacher, der stets Begeisterung mit dem notwendigen Gefühl für Marketing verband, gleichwohl fremd: „Sommerfestivals sind nicht dazu da, Bildungsarbeit zu leisten“, begründete er seine Mixtur aus Klassik, Publikumswirksamkeit sowie Kultur- und Weintourismus. „Es war ein Stück harte Arbeit“, resümierte Lewen die Erfolgsgeschichte des Festivals. Dankbar erinnerte er sich an Weggefährten und Förderer, darunter den verstorbenen Leiter des Trierer Konzertchors Manfred May. Sein Nachfolger und studierter Bariton Tobias Scharfenberger sang zur Feier Franz Schuberts „An die Musik“, und Countertenor Fritz Spengler ehrte den Barock-Fan mit einer Arie aus Händels „Rinaldo“ (beide am Klavier begleitet von Ketevan Rukadhze). Auf seinen Flöten demonstrierte schließlich Stefan Temmingh, Weltstar und Stammgast beim Festival, worin eine weitere von Lewens  herausragenden Eigenschaften als Festivalchef bestand: „Er gab uns das Gefühl von Stärke.“ Wie war noch Lewens Jugendtraum: Organist werden und Bach spielen. Und wenn er auch nicht Organist ist, so hat er doch über 30 Jahre mit Leidenschaft und Erfolg alle Register seines Festivals gezogen.